KESS Berichte

KESS heißt ... - ein Bericht von Uta Techt. Neben dem Besuchsdienst in ihrer eigenen Gemeinde, ist Frau Techt als erste KESS-Ausgebildete im Dekanat Esslingen in der Notfallseelsorge tätig.

KESS-Start für Schwäbisch Gmünd war im November 2016. Die Kursteilnehmenden sind derzeit mitten in der Ausbildung zur ehrenamtlichen Seelsorgerin. Künftig unterstützen sechs Frauen die Klinikseelsorge im Stauferklinikum.

"Jedes Seelsorgegespräch ist eine neue Situation". Heiderose Seule, Mitglied der Evang. Kirchengemeinde Plochingen, im Gespräch mit Pfarrerin Ulrike Sämann.

Pfarramtssekretärin mit KESS-Ausbildung. Dorothea Göritz im Evangelischen Gemeindeblatt für Württemberg - Ausgabe 44/2015.

Aus dem Gemeindebrief der Evang. Kirchengemeinden Frauenkirche, Stadtkirche und Johanneskirche in Esslingen "Der Bogen": Teilnehmerinnen erzählen über ihre KESS-Kurs-Erfahrung.

Iris van Bergen berichtet über Ihren Einsatz als Notfallseelsorgerin beim Flugzeugabsturz in Südfrankreich. "Wenn die große Stille da ist", ein weiterer Bericht in der Ausgabe 40/2015, im Evangelischen Gemeindeblatt für Württemberg. 

"Ihr habt mich besucht", Sylvia Lämmle berichtet in der `Quintessenz`über ihre KESS-Ausbildung in den Rems-Murr-Kliniken.

In der Sommerserie der Evangelischen Landeskirche in Württemberg wurde die ehrenamtliche Seelsorgerin Antonia Tschorsnig interviewt.

Iris Dratz im Gespräch mit Pfarrerin Annette Denneler, für den "Orschel-Hagen-Brief", dem Gemeindebrief der Evang. Kirchengemeinde Jubilate.

Im "Kirchenfenster" der Evang. Kirche in Kirchheim unter Teck berichtet Peter Treuherz über seine KESS-Kurs-Ausbildung.

Die ehrenamtlichen Seelsorgerinnen der Evang. Kirchengemeinde Waiblingen beim Gottesdienst zu ihrer Einsegnung

9 Teilnehmerinnen beenden ihren KESS-Kurs, der zur ehrenamtlichen Tätigkeit in den Besuchsdiensten der Evang. Kirchengemeinde Waiblingen qualifizierte. Die Waiblinger Kreiszeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 28. Oktober 2014. Die Teilnehmerinnen haben eine Definition von Seelsorge verfasst.

KESS Erfahrungen

KESS steht für Lernen in Seelsorge
Wir haben gelernt, zuzuhören und auch das Herz wie mit einem seelsorglichen Stethoskop zu hören, es zu verstehen. Wir können seelische Landkarten deuten und in unseren Seelsorgesandalen Wegbegleiterinnen auf begrenzte Zeit sein.

KESS steht für Lernen in Kommunikation
Wir haben gelernt, wie auf einem Foto in einem Gespräch das Erinnern festzuhalten und dabei nicht in unverarbeiteten Erinnerungen zu versinken. Wir hören nun mit vier Ohren und sind geschult, nicht mehr alle Aussagen im vorschnellen Verstehen gleichzumachen. Wir sind für die feinen Klänge einer Triangel, für die Zwischentöne der Kommunikation sensibler geworden.

KESS steht für Reflexion der eigenen Spritualität
Der Kurs machte uns u.a. das Gesangbuch wieder wichtiger. Wir sind uns über unserer eigenen geistlichen Wurzeln klarer geworden und entdeckten diese als Hilfe für einen Besuch.

KESS steht für Selbsterfahrung
Der Kurs ermöglichte uns eine Abfederung schwieriger Erfahrungen aus seelsorglichen Begegnungen. Wie die Schnecke ihr Haus braucht, lernten wir innezuhalten und zu fragen, was wirklich wichtig ist. Wir sind persönlich gewachsen durch die neue Erfahrung, wie wir auf andere wirken. Wir haben auch Schutzhandschuhe bekommen zum nötigen Eigenschutz, zur Distanz und hilfreichen Abgrenzung. Der Kurs hat für uns einen besonderen Glanz, wie der Glanz einer Kastanie, das war die Freude an der erlebten Wertschätzung, an der Gemeinschaft und die Energie, die die Leitung ausstrahlte.

(Verfasst von Jochen Schlenker nach den Worten von KESS-Kursteilnehmerinnen)

Motto von Kursteilnehmenden für 'ihren' KESS-Kurs

  • Seelsorge hat viel mit mir selbst zu tun
  • Begleitung von Menschen mit Herz und Verstand
  • Leben verstehen und achten
  • Begegnung positiv gestalten
  • Der Weg wächst im Gehen
  • Ein Kurs fürs Leben
  • Der Weg zu mir und dir
  • Gefühle: Gib ihnen einen Namen und sprich darüber

"Seelsorge ist..."

... für Menschen da zu sein, sie zu begleiten, zu trösten und mit ihnen zu beten. Dem Menschen Gottes Nähe zu vermitteln.

... oft ein großes Geschenk, weil die Menschen mich an ihrer Lebensgeschichte, ihrer Krankheit (sei es körperlicher, seelischer oder sozialer Not) teilhaben lassen. Und dass ich sie auf diesem Weg eine kurze Zeit begleiten durfte.

... für mich sich für den Menschen viel Zeit zu nehmen für ein Gespräch. Dabei aufmerksam zuzuhören, den Menschen zu verstehen und ihn so wahrnehmen, wie er ist. Ein „Mittragen“.

... Seelsorge ist Wahrnehmen und Annehmen, sie lebt aus Ehrfurcht und Respekt vor dem Seelsorgepartner.

... eine Einübung in die Wahrnehmung meiner Endlichkeit.

... für mich gelebter Glaube.

... Trost im gemeinsamen Aushalten.

... für die Sorgen, die Nöte, die Freuden der Patienten, deren Angehörigen und Mitarbeiter des Krankenhauses ansprechbar zu sein. Zudem auch auf meine eigene seelische  Ausgeglichenheit achten.

(Beschreibung Ehrenamtlicher KrankenhausseelsorgerInnen nach einem KESS-Kurs)

"Eine große Bereicherung"

 „In der Stuttgarter Zeitung hatte ich den Aufruf gelesen,
dass die Klinikseelsorge Ehrenamtliche zur zweijährigen Ausbildung für diesen Dienst sucht. Nachdem ich selbst Theologe bin, aber in Kirchengemeinden durch mein ehrenamtliches Engagement bereits viele Verletzungen erlitten hatte, war dies für mich ein Weg, mich in verfasste Kirche wieder einzubringen, zumal mir die Aufgabe im Stillen sehr reizvoll erschien.“

Über ein Bewerbungsschreiben und einem persönlichen Gespräch
wurden wir von den Kursleitern aus einem Pool von rund 20 Interessierten ausgewählt. Als sich unsere Zwölfergruppe gefunden hatte, trafen wir uns im ersten Jahr 14-tägig mittwochs von 17 bis 20.30 Uhr, teils auch an Kompaktwochenenden (Freitag/Samstag) zu den Vorbereitungskursen. Dabei setzten wir uns zunächst mit unserem persönlichen Lebens- und Glaubensweg auseinander und mit unseren Motiven für diesen Dienst. Das war teilweise sehr anspruchsvoll und anstrengend, aber zugleich auch eine große Bereicherung für jeden einzelnen als auch für die neue Kursgemeinschaft.

Wie wir jetzt ganz konkret mit den Patienten Kontakt aufnehmen
und in ein Gespräch kommen können, haben wir in den Kursabenden geübt. In Rollenspielen haben wir uns sowohl in Seelsorger als auch in Patienten eingefühlt. Das war sehr lehrreich- und manchmal auch recht lustig. Früher als uns lieb war, machten wir auf Station erste Erfahrungen in der Praxis. Fragen und Unsicherheiten konnten wir dann in Gesprächsprotokollen im Kurs einbringen und gemeinsam überlegen, ergänzen, uns ermutigen und unterstützen. Das war schön.

„In der Umsetzung des Gelernten am Krankenbett
wurde ich auch mit meinen eigenen Grenzen konfrontiert. Angesichts von Leid, Schmerzen, Angst und manchmal auch Verzweiflung konnte und kann ich nicht konkret oder praktisch „helfen“. Es bleibt eine Herausforderung für mich, gemeinsam mit einem kranken Menschen seine Situation einfach auszuhalten und ihm durch meine Anwesenheit und Zuwendung für eine Weile Beistand zu leisten. Für mich selbst bedeutet das auch, meine eigene Ohnmacht angesichts von Leid und Krankheit zu akzeptieren.“

(Vier Statements von TeilnehmerInnen, die an einem KESS-Kurs für den Seelsorgedienst in einer Klinik teilgenommen haben)