Pastoralpsychologische Weiterbildung in Supervision DGfP/KSA

Die Pastoralpsychologische Weiterbildung in Supervision qualifiziert für die Supervision von Einzelnen, Gruppen und Teams in kirchlichen und nichtkirchlichen Arbeitsfeldern.

 

Die Schritte bis zur Ausbildung in Supervision

  1. Zwei Langkurse nach den Standards der DGfP/KSA
  2. Zertifikat „Pastoralpsychologische Weiterbildung in Seelsorge“
  3. Aufbaukurs mit Empfehlung der Kursleitung zur Weiterbildung
  4. 30 Einzelsupervisionen zu je 50 Min bei einer Supervisor(in) DGfP/KSA  
  5. Erarbeitung der Papiere für das Kolloquium zur Zulassung
  6. Kolloquium zur Zulassung zur Supervisionsausbildung

 

Daran schließt sich die Ausbildung in Supervision an:

Die Ausbildung erstreckt sich über mindestens drei Jahre.

Die Ausbildungsmodule werden in Kooperation mit KSA-Seminaren anderer Landeskirchen der EKD angeboten.
Genaue Informationen zu den Standards der KSA sowie zu den Weiterbildungsangeboten finden Sie unter: http://www.pastoralpsychologie.de.

 

In formaler Hinsicht setzt sich die Ausbildung im Wesentlichen aus folgenden Bestandteilen zusammen:

  • Vier Ausbildungskursblöcke zu je drei Wochen
  • Vier Theorieseminare von jeweils mindestens 2 Tagen
  • 70 Lehrsupervisionen (45 Min.) zur Reflexion der eigenen supervisorischen Praxis
  • 90 selbst erteile Supervisionen (Lernsupervisionen) zu je 45 Min
  • Schriftliche Reflexionen, Berichte, Empfehlungen, KursleiterInnenfeedback
  • Eine Abschlussarbeit

Die Ausbildung wird mit einem Kolloquium zur Anerkennung als SupervisorIn abgeschlossen.

In dieser erfahrungsbezogenen und personenzentrierten Ausbildung werden folgende Kompetenzen entwickelt:

1. Pastoraltheologische und pastoralpsychologische Kompetenzen

  •  Persönliche und pastorale Identität reflektieren
  • Tragfähige supervisorische Beziehungen entwickeln
  • Für die eigene Arbeit Supervision nutzen
  • In der supervisorischen Arbeit den jeweiligen gesellschaftlichen, kulturellen und theologischen Kontext reflektieren

2. Feldkompetenz

  • Unterschiedliche Rollen, Arbeitsbeziehungen, institutionelle und systemische Strukturen in den supervidierten Handlungsfeldern erkennen
  • Sich der eigenen Rolle im Verhältnis zum supervidierten Feld bewusst sein und damit in der Supervision kreativ umgehen
  • Unterschiedliche religiöse und spirituelle Traditionen, Symbole und Rituale und deren Bedeutung für die jeweilige Berufstätigkeit erkennen

3. Diagnostische Kompetenz

  • Individualpsychologische und systemische Zusammenhänge erkennen und reflektieren
  • Lernanamnese durchführen und nutzen
  • Projektionen und Übertragungsphänomene erkennen, verstehen und für das Lernen nutzen

4. Gruppenanalytische Kompetenz

  • Gruppendynamische Phänomene in Teams und anderen Gruppen erkennen und fruchtbar machen
  • Spiegelungsphänomene in supervisorischen Prozessen erkennen und nutzen

5. Theoriekompetenz

  • Kenntnis relevanter Entwürfe und Themen supervisorischer Theoriebildung
  • Eigener pastoraltheologischer supervisorischer Ansatz

6. Handlungskompetenz

  • Verfahren, Interventionen und Methoden von Supervision kennen und sie anwenden können
  • Die eigene Person in angemessener Weise in supervisorische Arbeit einbringen
  • Persönliche, lebensgeschichtliche und geistliche Ressourcen der Supervisandinnen und Supervisanden erkennen und fördern