Osterkörbchen für die Mitarbeitenden im Krankenhaus

Die ehrenamtlichen Mitarbeitenden im Besuchsdienst der Klinikseelsorge am Klinikum Gesundbrunnen in Heilbronn haben Osterkörbchen für die Mitarbeitenden im Krankenhaus gepackt. Pfarrer Siegfried Fischer schreibt im Namen der Klinikseelsorge in seinem Dankeschön an die Ehrenamtlichen:

"Das ist wirklich unglaublich, was da geschehen ist. Über 150 Körbchen sind hier eingetroffen. Danke auch allen!

Das tut uns allen so unheimlich gut. Das ist nicht einfach nur ein bisschen Schokolade nett verpackt, das ist viel mehr. Mitdenken, mithelfen, Zeichen setzen, anderen den Rücken stärken, miteinander gegen eine sich ausbreitende  Sprachlosigkeit angehen, „berühren“ auf eine neue Weise, ja Liebe schenken, Seelsorge ganz anders – oder einfach: OSTERN ankündigen. Aufstehen gegen den Tod, gegen die Not, gegen die Einsamkeit, verbunden sein mit denen, die täglich hier in der Klinik um das Weiterleben ihrer Patienten kämpfen. Und auch mit vielen verbunden, die an so vielen Orten dieser Erde unter manchmal noch viel schwierigeren Bedingungen sich für das Leben anderer einsetzen. 

Vielleicht sagen Sie: wir können gerade gar nicht so viel tun. Doch  - Sie tun damit genau das Richtige. Sie helfen uns. Wir wissen, dass ihr innerlich mit den Menschen hier in der Klinik verbunden seid. Viel mehr oft als andere. Das ist jetzt Ihre Seelsorge!  Und irgendwann werden Sie auch wieder vor Ort mit dabei sein."

Unerwartete Postkartengrüße

Im Besuchsdienst für Jubilare habe ich in den vergangenen Jahren sehr viele Menschen wiederholt besucht.

Natürlich wachsen dabei auch andere Beziehungen und Verbindungen als bei einem einmaligen Geburtstagsbesuch. Unabhängig davon, dass ich jetzt ja sowieso umgezogen bin, und nicht mehr für diese Besuche zuständig wäre, habe ich vor drei Wochen angefangen, Postkarten-Grüße in die Häuser der alten Menschen zu schicken. Ich bin selber überwältigt von den vielen Reaktionen, die da zurückkommen!!!

Ich habe mich ganz bewusst dafür entschieden, auf den Karten nur meinen Namen, nicht meinen Absender oder eine Telefonnummer zu hinterlassen. Trotzdem machen sich sehr viele der mit einer Karte Beschenkten auf die Suche nach meiner Telefonnummer, um sich bei mir dafür zu bedanken.  Die Freude über einen ganz unerwarteten Gruß, der nichts mit dem Geburtstag zu tun hat aber eben gerade jetzt, in dieser Situation des Abgeschottet-Seins,  scheint riesig zu sein. Ich kann nur sagen, dass diese Freude unweigerlich auf den Karten-Schreiber zurückfällt! Und mir fallen noch viele Menschen ein, die ich beglücken kann.

Bärbel Püngel, Besuchsdienst in Stuttgart-Dürrlewang

Verbundenheit durch Telefonate mit der Nachbarschaft

Bei uns in der Gemeinde wurden alle älteren Gemeindeglieder ab 80 Jahren von einem Kreis von Freiwilligen angerufen. Wir haben gesagt, dass wir im Auftrag des ´Pfarrers und der Kirchengemeindeanrufen und nachfragen wollten, wie es ihnen ginge und ob sie in irgendeiner Weise Hilfe benötigten. Alle - soweit ich das auch von anderen mitbekommen habe - haben sich sehr gefreut und waren dankbar für die Nachfrage. Die meisten sind gut versorgt durch Kinder, Nachbarschaft oder Hausgemeinschaft. Trotzdem ergab sich so manches Gespräch, das mich überrascht hat.

Da ich für die Menschen in meiner Straße eingeteilt war, habe ich auf diese Weise meine Nachbarn kennengelernt und konnte mich anhand meiner Adresse auch ein bisschen vorstellen. Das hat schon eine gewisse Verbundenheit geschaffen.

Diejenigen, von denen wir keine Telefonnummer herausbekommen konnten, werden nun noch angeschrieben und die Leiterin der Begegnungssstätte möchte auch bei Menschen, die sich selbst versorgen, nach einer gewissen Zeit nochmals nachhaken. ich finde wichtig, dass deutlich wird, dass über diesen Anruf hinaus auch weiter Hilfe angeboten wird. Bestenfalls ist durch diese erste Kontaktaufnahme eine gewisse Hemmschwelle genommen.

Sonja Ströhle, Neuzugezogenenbesuchsdienst in Stuttgart-Wangen