Der Kurs

Kursformat - Kursort - Kurskosten

Wir bieten KESS-Kurse in zwei Formaten an:

KESS-Kurse mit Abendterminen und Samstagen

Kurse mit diesem Format erstrecken sich über ein bis eineinhalb Jahre. Die Ausbildung umfasst ca. 80 Stunden in der Gruppe, ca. 15 Stunden Eigenstudium und monatlich 5 Stunden Tätigkeit in einem seelsorglichen Praxisfeld.

Die einzelnen Kurse sind in Details variabel, haben aber folgende Struktur:

  • Kompaktwochenende ohne Übernachtung (Freitagabend und Samstag)
  • 6 Abende (3,5 Stunden)
  • Kompaktwochenende mit Übernachtung (Freitagabend und Samstag)
  • 7 Abende (3,5 Stunden)
  • Kompaktwochenende ohne Übernachtung (Freitagabend und Samstag)
  • 4 Gruppensupervisionen (3,5 Stunden)

Diese Kurse werden kirchenbezirksübergreifend in der Fläche der ganzen Landeskirche angeboten und finden meist in Gemeindehäusern statt. Das Kompaktwochenende mit Übernachtung findet in einem Tagungshaus in der Nähe des Kursortes statt.

Die Kosten für einen Kurs mit diesem Format in Höhe von 420€ werden der entsendenden Einrichtung in Rechnung gestellt. Eine Eigenbeteiligung der Teilnehmenden in Höhe von 20% ist vorgesehen.

KESS-Kurse in kompakter Form

Kurse in kompakter Form umfassen ebenfalls ca. 80 Stunden in der Gruppe, ca. 15 Stunden Eigenstudium und monatlich 5 Stunden Tätigkeit in einem seelsorglichen Praxisfeld.

Diese Kurse haben folgende Struktur:

  • Kompaktwochenende mit Übernachtung (Freitagabend bis Sonntag)
  • 1 regionaler Halbtag (ca. 5 Stunden)
  • Kompaktwochenende mit Übernachtung (Freitagabend bis Sonntag)
  • 1 regionaler Halbtag (ca. 5 Stunden)
  • Kompaktwochenende mit Übernachtung (Freitagabend bis Sonntag)
  • 1 regionaler Halbtag (ca. 5 Stunden)
  • Kompaktwochenende mit Übernachtung (Freitagabend bis Sonntag)

Für die Kompaktwochenenden trifft sich die Kursgruppe in Tagungshäusern. Für die regionalen Halbtage wird die Kursgruppe nach Wohnorten aufgeteilt und es wird nach einem Ort für die Halbtage gesucht, der nah bei den Wohnorten der Kleingruppe liegt.

Die Kosten für Kompaktkurse betragen aufgrund der Übernachtungs- und Verpflegungskosten 700€ und werden der entsendenden Einrichtung in Rechnung gestellt. Eine Eigenbeteiligung der Teilnehmenden in Höhe von 275€ ist vorgesehen.

Kursleitung

Die Kurse werden immer von 2 Personen geleitet: PfarrerInnen mit einer pastoralpsychologischen Ausbildung oder Personen mit einer entsprechenden Qualifikation.

Zertifikat und Beauftragung

Nach Abschluss der Ausbildung erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat vom Oberkirchenrat der Ev. Landeskirche in Württemberg. Dieses ermöglicht die offizielle Beauftragung mit einem seelsorgerlichen Ehrenamt in Gemeinde, Krankenhaus oder Altenheim.

Standards

Die Ausbildung entspricht den Standards der DGfP/KSA (Deutsche Gesellschaft für Pastoralpsychologie, Sektion Klinische Seelsorgeausbildung) zur Pastoralpsychologischen Seelsorge-Fortbildung für nichttheologische Mitarbeitende und Ehrenamtliche.

 

 

Die Inhalte des Kurses

ist Lernen in Kommunikation:

  • Gesprächsführung
  • Übertragung und Gegenübertragung
  • Gesprächsanfang und -ende
  • Entwicklung der Wahrnehmungsfähigkeit

ist Lernen durch Erfahrung:

  • Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Umgang mit Gefühlen
  • Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte
  • Umgang mit Krisen
  • Nähe und Distanz
  • Stärken und Schwächen
  • Selbstfürsorge

ist Lernen in Spiritualität:

  • Geistliche Wurzeln
  • Gottesbilder
  • Glaube im Gespräch
  • Schuld und Vergebung
  • Warum lässt Gott das zu?

ist Lernen in Seelsorge:

  • Seelsorgeverständnis
  • Rolle als SeelsorgerIn
  • Beten und Segnen
  • Seelsorge in verschiedenen Lebenslagen z.B. mit jungen, kranken, trauernden, sterbenden oder alten Menschen
  • Ehrenamtliche und Hauptamtliche in der Seelsorge

 

 

Die Arbeitsweisen des Kurses

  • Besprechung von Gesprächsprotokollen und Fallbespielen der Kursteilnehmenden
  • Vermittlung von Theorie
  • Rollenspiele und Kommunikationsübungen
  • Selbsterfahrung und Körperwahrnehmung
  • Erfahrung und Reflexion der eigenen Spiritualität
  • Kreative Einheiten

Der Weg zum Kurs

Voraussetzungen

Die Kursteilnehmenden sollten der psychologischen Arbeit gegenüber aufgeschlossen sein, sich selbst auch in Frage stellen lassen und sich nicht in einer akuten Krisensituation befinden. Sie sollten bereit sein, sich einem Auswahlverfahren zu stellen.

Regelmäßige Teilnahme an den Kursstunden in der Gruppe und monatlich 5 Stunden Tätigkeit in einem seelsorglichen Praxisfeld sind verpflichtend. Als seelsorgliche Praxisfelder sind Seelsorgetätigkeiten in Gemeinden, diakonischen Einrichtungen, Kliniken oder Altenheimen möglich. Wenn Ehrenamtliche für spezielle Seelsorgefelder (z.B. Notfallseelsorge) qualifiziert werden sollen, ist eine vorherige Absprache mit dem Seminar für Seelsorge-Fortbildung nötig.

Anmeldung

Kirchengemeinden, Kirchenbezirke oder entsprechende Einrichtungen benennen Menschen, die für diese Ausbildung in Betracht kommen. Interessierte können sich auch von sich aus bei einer Kirchengemeinde, einem Pfarrer, einer Pfarrerin am Krankenhaus oder Altenheim melden.

Die Anmeldung geht von der entsendenden Einrichtung an das Seminar für Seelsorge-Fortbildung.

Auswahlgespräche

Die angemeldeten BewerberInnen werden zu Auswahlgesprächen eingeladen, bei denen die Kursleitung zusammen mit den BewerberInnen schaut, ob der Kurs für sie in Frage kommt, und eine passende Gruppe zusammenstellt.

An einem KESS-Kurs können 8 bis 12 Personen teilnehmen.